Wie auf dem Schümannhof alles ineinandergreift

Auf dem Schümannhof wird Landwirtschaft als Kreislauf gedacht: Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen wirken zusammen. Was hier entsteht, bleibt im Zusammenhang.

Boden, Pflanzen, Tiere

Ein Kreislauf, der trägt

Unsere Felder liefern das Futter für die Tiere. Die Tiere wiederum geben Nährstoffe an den Boden zurück. So entsteht Fruchtbarkeit nicht kurzfristig, sondern über Jahre hinweg. Wir arbeiten ohne mineralische Stickstoffdünger und setzen stattdessen auf organische Düngung aus dem eigenen Hof. Das hält den Boden lebendig und macht ihn widerstandsfähig.

Tierhaltung auf dem Hof

Tiere sind Teil des Ganzen

Unsere Tiere sind nicht ausgelagert, sondern gehören zum Hofalltag. Sie bekommen Futter aus eigenem Anbau und haben Platz und Bewegung. Mobile Ställe wie unser Hühnermobil sorgen für wechselnde Flächen. Auch die Aufzucht von Bruderhähnen gehört für uns dazu. Tierhaltung ist hier kein Zusatz, sondern Grundlage für den landwirtschaftlichen Kreislauf.

Ein wesentlicher Bestandteil des Hofes ist die Mutterkuhherde mit eigener Nachzucht. Angler-Sattelschweine, Ziegen, Laufenten, Hühner, Bienenvölker, sowie Hunde und Katzen gehören auch dazu.

Artgerechte Haltung als oberstes Gebot

Unsere Tiere leben in artgerechten Ställen mit Heu- und Stroheinstreu. Sie haben genügend Platz zum Scharren. Wir setzen außerdem konsequent auf eine artgerechte Fütterung und verwenden biologisch-dynamisches Futter.

Was der Kreislauf-Gedanke konkret bedeutet

Nachhaltigkeit zeigt sich bei uns nicht in einzelnen Maßnahmen, sondern im täglichen Arbeiten – auf dem Feld, im Stall und in der Verarbeitung.

Wir bauen vielfältig an statt auf Monokulturen zu setzen. Unsere Böden werden schonend bearbeitet und durch Fruchtfolgen stabil gehalten. Tiere werden so gehalten und gefüttert, dass sie in den Hofzusammenhang passen. Die Verarbeitung – etwa in der Bäckerei – knüpft direkt daran an. So bleiben Wege kurz und Abläufe nachvollziehbar.

Dieser Zusammenhang sorgt dafür, dass Qualität nicht erst am Ende entsteht. Sie beginnt beim Boden und zieht sich durch alle Schritte bis zum fertigen Produkt. Für dich heißt das: Du kannst nachvollziehen, woher die Lebensmittel kommen und wie sie entstanden sind.

Woran du das erkennen kannst

Eigene Futterbasis

Das Futter für unsere Tiere stammt überwiegend vom eigenen Hof.

Geschlossene Kreisläufe

Nährstoffe bleiben im Hof und gehen zurück in den Boden.

Vielfältiger Anbau

Unterschiedliche Kulturen statt einseitiger Flächennutzung.

Kurze Wege

Anbau, Verarbeitung und Verkauf greifen direkt ineinander.

Der Hof als Ganzes

Warum wir so arbeiten

Ein funktionierender Kreislauf macht den Hof langfristig tragfähig – ökologisch und wirtschaftlich. Er schützt den Boden, stärkt die Pflanzen und sorgt für stabile Erträge. Gleichzeitig schafft er eine klare Grundlage für alles, was auf dem Hof passiert: von der Landwirtschaft bis zur Verarbeitung und Vermarktung. Das ist kein Zusatzgedanke, sondern der Kern unserer Arbeit seit vielen Jahren.