Landwirtschaft und Anbauweise auf dem Schümannhof
Auf rund 80 Hektar entstehen hier Lebensmittel aus eigenem Anbau. Ackerbau, Gärtnerei und Tierhaltung greifen ineinander – Grundlage ist die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise.
Demeter-Landwirtschaft
Arbeiten mit dem, was da ist
Wir wirtschaften nach Demeter-Richtlinien. Das heißt konkret: keine chemisch-synthetischen Mittel, stattdessen Fruchtfolgen, Kompost und eigene Präparate. Bodenfruchtbarkeit entsteht hier nicht kurzfristig, sondern über Jahre. Entscheidend ist, wie sich der Boden entwickelt – nicht nur, was am Ende geerntet wird.


Ackerbau auf dem Hof
Getreide, Futter und Gemüse im Wechsel
Auf etwa 25 Hektar bauen wir Getreide für unsere Bäckerei an, dazu Lupinen und Futterpflanzen. Die Flächen wechseln regelmäßig ihre Nutzung. So bleibt der Boden tragfähig und Pflanzenkrankheiten breiten sich weniger aus. Ein Teil der Flächen ist Weideland für die Rinder und mobile Hühnerställe.
Die Bewirtschaftung folgt klaren Abläufen. Fruchtfolgen strukturieren die Flächen über mehrere Jahre. Zwischenfrüchte schützen den Boden und bringen Nährstoffe zurück. Maschinen werden so eingesetzt, dass sie den Boden möglichst wenig verdichten. Vieles entsteht aus Erfahrung und genauer Beobachtung der Flächen.
Das Getreide wird auf dem Hof weiterverarbeitet – direkt in der Bäckerei. Auch das Futter für die Tiere stammt überwiegend aus eigenem Anbau. So bleiben Wege kurz und die Herkunft nachvollziehbar. Was hier wächst, bleibt Teil des Hofes und geht nicht in anonyme Lieferketten.
Gärtnerei mit breitem Sortiment
Auf rund 7 Hektar Freiland und in 13 Gewächshäusern wachsen über 40 verschiedene Gemüsearten – abgestimmt auf Saison und Standort.
Ein Teil des Gemüses wächst geschützt im Gewächshaus, ein anderer direkt draußen. So können wir über einen langen Zeitraum ernten. Die Kulturen wechseln auch hier regelmäßig. Angebaut wird, was unter den Bedingungen vor Ort gut gedeiht – nicht, was sich kurzfristig am besten vermarkten lässt.
Geerntet wird von Hand. Das Gemüse wird direkt auf dem Hof sortiert und weiterverarbeitet. So bleibt die Qualität erhalten und die Wege bleiben kurz. Was morgens geerntet wird, liegt oft noch am selben Tag im Laden oder auf dem Markt.
So wird hier gearbeitet
Was auf dem Schümannhof wächst und entsteht
Nachfolgend findest du einen Auszug aus dem, was im Jahreslauf auf dem Hof angebaut und genutzt wird.

- Getreide für Brot und Backwaren aus der hofeigenen Bäckerei
- Gemüse aus Freiland und Gewächshaus, je nach Saison verfügbar
- Lupinen und Futterpflanzen zur Bodenpflege und Tierversorgung
- Weideflächen für Rinder sowie Flächen für mobile Hühnerhaltung
- Kräuter und Blattgemüse als Ergänzung im Sortiment der Gärtnerei
Das Angebot verändert sich im Laufe des Jahres. Entscheidend ist nicht die ständige Verfügbarkeit, sondern das, was unter den jeweiligen Bedingungen gut wachsen kann.
Zusammenhänge auf dem Hof
Landwirtschaft als Grundlage für alles Weitere
Was auf den Feldern und in der Gärtnerei entsteht, wird auf dem Hof weiterverarbeitet und direkt vermarktet. Gleichzeitig bietet die Arbeit in diesen Bereichen konkrete Aufgaben im Alltag der Sozialtherapie. So entstehen keine getrennten Bereiche, sondern ein Betrieb, in dem alles miteinander verbunden ist.

